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18.11.2026 - 26.11.2026
Israel - Botschafterreise der Sächsischen Israelfreunde

Drei Jahre nach dem Terrorangriff des 7. Oktober 2023 ist der Krieg noch immer nicht beendet. Israel steht weiterhin unter enormem militärischem, politischem und diplomatischem Druck und sieht sich zugleich einer anhaltenden internationalen Kritik ausgesetzt. In der öffentlichen Debatte richtet sich der Fokus häufig auf die israelischen Siedlungen in Judäa und Samaria (Westjordanland), die vielfach als zentrales Hindernis für Frieden im Nahen Osten dargestellt werden. Doch wie sieht die Realität vor Ort aus? Welche historischen, sicherheitspolitischen und gesellschaftlichen Hintergründe prägen die Situation? Welche Perspektiven vertreten Israelis und Palästinenser? Und welche Fakten gehen in der internationalen Berichterstattung häufig verloren? Die Botschafterreise 2027 der Sächsischen Israelfreunde e.V. führt deshalb bewusst in diese umstrittene Region. Wir besuchen Orte, die regelmäßig Gegenstand internationaler Debatten sind, sprechen mit Vertretern unterschiedlicher politischer und gesellschaftlicher Positionen und verschaffen uns ein eigenes Bild. Ziel der Reise ist es, hinter Schlagzeilen und Narrative zu blicken, unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen und die komplexen Zusammenhänge besser zu verstehen. Wir die Sächsischen Israelfreunde e.V. möchten mit dieser Reise Ihr Wissen vertiefen, Orientierung vermitteln und dazu beitragen das Sie fundiert, differenziert und faktenbasiert über die Situation im Nahen Osten sprechen.

Mittwoch, 18. November 2026 – Anreise nach Israel

  • Flug von Frankfurt nach Tel Aviv (LY 358) oder von Berlin nach Tel Aviv (LY 2372).
  • Empfang am Flughafen Ben Gurion und Fahrt nach Har Bracha (Samaria), einer jüdischen Ortschaft am Berg des Segens.
  • Kennenlernen der Teilnehmer und Abendessen und Übernachtung im Har Bracha Gästehaus.

Donnerstag, 19. November 2026 – Samaria: Geschichte und Gegenwart

  • Besuch des Besucherzentrums von Dr. Yechiel Shabi mit einer Einführung in die Geschichte, Geographie und die aktuellen Entwicklungen Samarias.
  • Gespräch mit Yael Ben Yaacov, Mitgründerin von Mevo Dotan, einer 1977 im Dotan-Tal gegründeten Siedlung im Norden Samarias. Die Geschichte der Siedlung war insbesondere während der Zweiten Intifada von erheblichen Sicherheitsproblemen geprägt, wodurch zeitweise viele Bewohner den Ort verließen.
  • Besuch der landwirtschaftlichen Außenposten Ma'oz Tsvi Farm und El Neve Farm, um die Rolle dieser Farmen im Kampf um das Land zu verstehen.
  • Panoramafahrt durch das Dotan-Tal und weiter zum Berg Ebal mit dem Josua-Altar. Dort besuchen wir die neu entstandene Siedlung Har Ebal, die sowohl dem Schutz des archäologischen Erbes als auch der Sicherung des Landes in Area C vor illegaler Landnahme dient.
  • Gespräch mit Benny Katzover, einem Pionier der israelischen Siedlungsbewegung.
  • Abendessen und Treffen mit Yossi Dagan, Vorsitzender des Regionalrates Samaria, in der Har Bracha Winery (angefragt). Übernachtung im Har Bracha Gästehaus. 

Freitag, 20. November 2026 – Begegnungen zwischen Samaria und Jerusalem

  • Gespräch mit Daniela Weiss, einer der bekanntesten Vertreterinnen der israelischen Siedlungsbewegung, oder alternativ Treffen mit den Eltern von Binyamin Achimeir, eines 14-jährigen israelischen Hirtenjungen, der im April 2024 ermordet wurde (angefragt).
  • Besuch von Taybeh, um sich vor Ort ein Bild von der Situation der Christen in den palästinensischen Autonomiegebieten zu machen. Taybeh ist das letzte vollständig christliche palästinensische Dorf im Westjordanland. Alle dauerhaft dort lebenden Einwohner gehören christlichen Konfessionen an; eine muslimische Bevölkerung gibt es heute nicht mehr.
  • Gespräch und Bierverkostung in der Taybeh Brewery, der einzigen Brauerei in den palästinensischen Autonomiegebieten.
  • Abendessen und Übernachtung im Hotel Caesar Premier Jerusalem.

Samstag, 21. November 2026 – Jerusalem aus verschiedenen Perspektiven

  • Besuch der Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg zum Gespräch mit Abt Nikodemus Schnabel, Benediktiner und Brückenbauer zwischen den Religionen, der zugleich immer wieder mit kritischen Aussagen über Israel polarisiert.
  • Begegnung mit Stephen Khoury, einem arabischen Pastor aus Jerusalem, der die sogenannte Ersatztheologie ablehnt, aber auch vor einer unkritischen Haltung gegenüber Israel warnt.
  • Zwei Zitate von Ihm: „Ich habe noch niemanden getroffen, der mich von der Ersatztheologie überzeugen konnte.“ „Es ist nicht gut Israel mehr zu lieben als den Gott Israels“
  • Gespräch mit Khaled Abu Toameh, Journalist und Experte für palästinensische Politik.
  • Abendessen und Übernachtung im Hotel Caesar Premier Jerusalem.

Sonntag, 22. November 2026 – Jerusalem - im Spannungsfeld politischer Meinungen

  • Treffen und Diskussion am Obersten Gericht Israels über die Justizreform und ihre Folgen für die israelische Gesellschaft – Ende der Demokratie oder ihre Stärkung?
  • Treffen mit dem Knesset Christian Allies Caucus über die Zusammenarbeit zwischen Israel und christlichen Unterstützern weltweit sowie über die Bedeutung glaubensbasierter Diplomatie und der jüdisch-christlichen Beziehungen (angefragt). Begegnung mit Angehörigen der ultraorthodoxen (Haredi-)Gemeinschaft, die sich trotz erheblicher Widerstände aus ihrem familiären und sozialen Umfeld für den Dienst in den Israelischen Verteidigungsstreitkräften entschieden haben.
  • Sofern es der Dienstplan zulässt, möchten wir die Soldaten zu einem gemeinsamen BBQ einladen, um ihnen unsere Wertschätzung für ihren Einsatz für Israel auszudrücken.
  • Übernachtung im Hotel Caesar Premier Jerusalem.

Montag, 23. November 2026 – Narrative des Konflikts

  • Geführte Exkursion mit der israelischen NGO ICAHD. Anhand von Siedlungen, Checkpoints, Umgehungsstraßen und der Sperranlage wird das von ICAHD entwickelte Konzept der „Matrix of Control“ sowie dessen Auswirkungen auf das Leben im Westjordanland erläutert.
  • Anschließend geführte Exkursion mit der israelischen NGO Regavim. Die Tour vermittelt die Perspektive der Organisation auf Landnutzung, Baupolitik und Rechtsfragen in Judäa und Samaria und erläutert deren Position zu illegalem Bauen, staatlicher Durchsetzung und den Herausforderungen der Raumplanung.
  • Abendessen und Übernachtung im Hotel Caesar Premier Jerusalem.

Dienstag, 24. November 2026 – Hebron und die südlichen Hebronberge

  • Besuch Hebrons mit Besichtigung der Altstadt und der Grabstätte der Patriarchen sowie Einblicken in die besondere historische, religiöse und politische Situation der Stadt.
  • Besuch einer Armeebasis (angefragt) mit Einblicken in den Alltag israelischer Soldaten in Hebron, wo rund 900 jüdische Einwohner von etwa 1.500 Soldaten geschützt werden.
  • Begegnungen mit palästinensischen Gesprächspartnern, vermittelt durch die Organisation Hebron Friends, die ihre persönlichen Erfahrungen sowie ihre Sicht auf das Leben in Hebron und den israelisch-palästinensischen Konflikt schildern.
  • Treffen mit Mordechai Kedar und einem Vertreter des Hebron-Emirats. Gespräch mit dem Nahostexperten über aktuelle Entwicklungen in der Region sowie Vorstellung des Konzepts eines „Hebron-Emirats“, das eine lokale arabische Selbstverwaltung als möglichen Lösungsansatz für den Konflikt vorsieht.
  • Besuch israelischer Gemeinden in den südlichen Hebronbergen mit Gesprächen über das Leben in der Region, Sicherheitsfragen, Landwirtschaft und die Herausforderungen des Alltags in einem sensiblen Grenzgebiet.
  • Abendessen und Übernachtung im Hotel Caesar Premier Jerusalem.

Mittwoch, 25. November 2026 – Die Gaza-Grenzregion

  • Besuch von Kerem Shalom, dem „Tor zum Gazastreifen“. Treffen mit Bewohnern der Grenzregion, die Einblicke in das Leben in unmittelbarer Nähe zum Gazastreifen geben.
  • Gespräche über die Folgen des 7. Oktober 2023 sowie über Hoffnung und Wiederaufbau.
  • Abschlussbriefing mit Alon David (Focus Jerusalem), Politik- und Kommunikationsexperte, mit einer zusammenfassenden Einordnung der Reiseeindrücke sowie einer Analyse der aktuellen politischen und sicherheitspolitischen Entwicklungen in Israel. Gelegenheit für Fragen und Diskussion.
  • Übernachtung und Abendessen in Tel Aviv - Gästehaus Ruth Daniel in Jaffa

Donnerstag, 26. November 2026 – Rückfragen an die öffentlich-rechtlichen Medien

  • Besuch des ARD-Studios in Tel Aviv zum Gespräch mit Sophie von der Tann über die Nahost-Berichterstattung (angefragt).
  • Rückflug von Tel Aviv nach Frankfurt mit LY 355 (14:55–18:40 Uhr) oder nach Berlin mit LY 2373 (16:45–20:15 Uhr).

andere Abflugorte oder individuelle Verlängerungen auf Anfrage möglich!

Preis bei 35 Teilnehmern incl. Flug ab: 2260 €, Einzelzimmer: + 700 €, Flug ab Frankfurt: +50,00 €

Anzahlung 10% vom Reisepreis, Restzahlung 4 Wochen vor Abflug

Diese Reise ist für Menschen die vorübergehend oder dauerhaft in ihrer Mobilität eingeschränkt sind möglicherweise nicht geeignet. Wenn Sie nicht sicher sind, dann fragen Sie uns bitte!

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